Planung und Ausführung: Selektiver Rückbau von zwei Industriestandorten im Bremen
Nach der Stillegung von zwei Standorten in Bremen entschloss sich der Chemiekonzern zum Rückbau. URS zeichnete als Generalübernehmer für das Projekt verantwortlich.
Der Rückbau umfasste insgesamt acht ehemalige Verwaltungs-, Lager- und Produktionsgebäude, zwei Erdtanklager, vier Heizöltanks und die Flächenversiegelungen.
Den Rückbaukonzepten ging die Erkundung der Gebäudeschadstoffe voraus. Besondere Berücksichtigung fanden PAK-haltige Teerpappe, Künstliche Mineralfasern (KMF), PCB-haltige Anstriche, Asbest, magnesithaltige Bodenbeläge und durch Chemikalien belastete mineralische Bausubstanz.
An die Abstimmung des Rückbau- und Entsorgungskonzepts mit den Aufsichts- und Genehmigungsbehörden schloss sich die Ausschreibung des selektiven Rückbaus an. Der Rückbau umfasste Dekontamination, Entkernung, Abbruch, Separierung der Reststoffe und Entsorgung nach Abfallschlüsselnummern.
Neben Planung und Ausführung (HOAI-Leistungsphasen 1-9) übernahm URS auch die Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordination. Der Kunde erhielt in Bremen freie, unbelastete Baufelder.
Das Leistungsspektrum umfasste:
Historische Erkundung (Identifikation potentieller Eintragsquellen für Boden- und Grundwasserkontaminationen);
Boden- und Grundwasseruntersuchung, Probenahme und Analyse zur präzisen Abgrenzung der Schadensbereiche, Sanierung von Teilbereichen;
Demontage der Anlagen und Gebäuderückbau (Planung, Genehmigungsverfahren und Kostenschätzung);
Sicherheitstechnische Koordination;
Entsorgungsmanagement (einschließlich der Sonderabfälle);
Leitung und fachgutachterliche Begleitung des Rückbaus;
Freigabe und Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden; Anerkennung des Sanierungserfolgs.
Der Konzern nahm URS außerdem für eine Umwelt-Due-Diligence und eine umfassende Boden- und Grundwasseruntersuchung in Anspruch. Mit den Ergebnissen bereitete der Kunde den Verkauf eines dritten Standorts in der Nähe Bambergs vor.