Pilotprojekt zur Behandlung kontaminierter Sedimente mit dem „Schwimmenden Bioreaktor“
Kunde: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Mit dem Schwimmenden Bioreaktor hat URS eine Anlage zur On-Site-Behandlung kontaminierter Sedimente in Gewässern entwickelt und patentieren lassen.
Schadstoffhaltige Sedimente beeinträchtigen die Funktion und Qualität von Gewässern. Neben der direkten Belastung der Wasserqualität führt auch der unkontrollierte Eintrag von Stickstoff und Phosphor aus diffusen Quellen über kurz oder lang zu einer nachhaltigen Störung des Nährstoffhaushalts. Das Ökosystem ist nachhaltig gefährdet, die Nutzung beeinträchtigt.
Im Rahmen des Forschungsprojekts demonstrierte URS an zwei Standorten das Einsatzpotenzial des Schwimmenden Bioreaktors: Zur emissonsfreien Entfernung und On-site-Behandlung von kontaminierten Sedimenten aus Gewässern (1) sowie zur effektiven Hebung und Aktivierung von restalkalischen Aschen für die nachhaltige Neutralisierung saurer Wässer in den Bergbaufolgeseen der Lausitz (2).
Die frei schwimmende, von Pontons getragene Anlage nimmt Sedimente und Schlämme über eine Mammutpumpe auf. An beiden Standorten bewirkt der Airlift-Effekt das zielgerichtete Lösen und Heben der Sedimente, so dass sich die gasförmigen Emissionen (Gerüche, leichtflüchtige Schadstoffe) frühzeitig kontrolliert abtrennen lassen. Die Stimulierung des aeroben Kohlenstoffmetabolismus begünstigt das Selbstreinigungspotenzial.